#Begrüßung:
Liebe Leserin, lieber Leser,

das menschliche Gehirn, die komplexeste uns bekannte Konstruktion des Universums, ist zu Erstaunlichem fähig. Obwohl angesichts der aktuellen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ereignisse eigentlich jedem klar sein muss, dass es Wichtigeres gibt als Fußball, ist zumindest zeitweise nichts interessanter als der Auftritt der deutschen Nationalmannschaft in Russland. Hat das etwas mit Verdrängung zu tun? Oder brauchen die grauen Zellen einfach mal Ablenkung?

Das Gehirn hat noch viel mehr mit Fußball zu tun, als es auf den ersten Blick scheint. Es leistet im Spiel Schwerarbeit. Das wird in wenigen Jahren in der im Aufbau befindlichen und von der Hertie-Stiftung finanzierten Gehirnausstellung im Frankfurter Senckenberg Museum erlebbar werden. Dort wird unter anderem an einem begehbaren Modell des Hirns der Frankfurter Fußball-Legende Charly Körbel gezeigt, was alles im Gehirn passiert, damit beispielsweise ein Schuss gelingt oder wie Entscheidungen in Sekundenbruchteilen getroffen werden.

Einige der hochinteressanten Fakten haben wir schon jetzt für Sie vorbereitet. Im Interview erklärt Professor Thier vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, warum Ermüdung eine wichtige Rolle im Profifußball spielt und wie fehlende Motivation die Siegchancen der deutschen Mannschaft verringert bzw. verringern kann.

Unser neuer Film mit Dr. Mondino zeigt, wie das menschliche Gehirn auch auf einem Fußballfeld in Hochgeschwindigkeit die Orientierung behält. Der Vorgängerfilm Nachtschicht im Gehirn ist übrigens gerade mit der „Silbernen Victoria“ bei den Wirtschaftsfilmtagen ausgezeichnet worden.

Und Professor Tina Nobis vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung spricht mit uns über die Ungleichheit im Fußball, die integrative und gleichzeitig die ausgrenzende Funktion dieses Sports.

Viel Freude im Hertie-Fußball-Universum,
mit besten Grüßen,
Ihr John-Philip Hammersen
Geschäftsführer

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