#Begrüßung:
Liebe Leserin, lieber Leser,

Demokratie ist als „Herrschaft des Volkes“ mehr als der Gang zur Wahlurne alle paar Jahre. Auch, wenn Demokratie im Kern ein Werkzeug zur Gestaltung von Politik ist, so geht sie doch einher mit einem ganzen Gesellschaftsmodell. So, wie zum Beispiel der Absolutismus eine eigene Gesellschaft geformt hat, so tut es auch die Demokratie, weil sie auf dem Prinzip der Gleichheit und der mündigen Bürger aufbaut.

Natürlich sind Wahlen ein zentraler Bestandteil. Solche haben wir gerade wieder erlebt. In Bayern, in Hessen, auch in Brasilien. Und trotz aller Erfahrungen, aller Wahlforschung und aller Prognosen bleibt häufig unklar, wie die Menschen ihre Wahlentscheidungen treffen, die so weitreichende Folgen haben.

In Bayern und Hessen ist offensichtlich, dass es eine Unzufriedenheit mit den beiden großen Volksparteien gibt. Aber warum haben zum Beispiel in Hessen über 18.000 Menschen „Die Partei“ gewählt, eine Organisation eines Satirikers, die allein zum Ziel hat, die demokratischen Prozesse ad absurdum zu führen? Warum hat in Brasilien eine Mehrheit für einen Kandidaten gestimmt, der die Militärdiktatur verherrlicht, obwohl es ebenso eine deutliche Mehrheit gibt, die eine Militärdiktatur fürchtet?

Geht es um Sympathie? Um Vertrauen? Um Hoffnung? Ist das Kreuz auf dem Wahlzettel am Ende doch vor allem eine Bauch-entscheidung? Was geht in Köpfen vor? Wie wir Entscheidungen treffen, war das Thema des NeuroForums der Hertie-Stiftung in der vergangenen Woche in Frankfurt. Einblicke in ein von der Evolution geschaffenes System.

Viel Freude auf unseren Kanälen,
mit besten Grüßen,
Ihr John-Philip Hammersen
Geschäftsführer

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