Magdalena zog 2004 nach Deutschland, um ihre Hochschulreife zu machen, was sie an der Schule Schloss Salem mit einem Stipendium der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung tat. Neben ihrer Leidenschaft für Deutsch, das sie damals bereits sprach, suchte sie auch internationalen Anschluss. Ein früher Beweis dafür sind ihre Essays über die Rolle Polens in der Europäischen Union. Als eine der besten ihrer Klasse und ebenso später in ihrem Studium war sie eine Freundin von gesprochenen und geschriebenen Wörtern. Es stellte sich heraus, dass ihre Schule mehr lokal als international vernetzt war, weshalb ihr Weg nach dem Schulabschluss ins Vereinigte Königreich führte.In Manchester studierte sie dann Jura, »um sich einen Reim auf die Welt zu machen«, und Finanzwissenschaft, »um zu verstehen, wie die Sache läuft«, erzählt sie. Dieses Fundament war wichtig, weil »alles mit Recht und Finanzen zusammenhängt«, sagt sie. Sie las die Welt, wie man Bücher liest.

Magdalena arbeitete nach ihrem Studium als Finanzanalystin in London. »Im Innersten war ich keine abgebrühte Analystin« – bemerkte sie bald. Deshalb kehrte sie nach Manchester zurück, um für ein Unternehmen im Bereich Digitalgeschäft zu arbeiten. Seitdem ist es immer darum gegangen, nach vorn zu schauen, was bedeutet, dass es um die Frage geht, »wie es gelingt, flexibel und anpassungsfähig der Zukunft offen entgegenzutreten.« Etwas auf sozialer Ebene zu verändern, das ist, was Magdalena antreibt – folglich ist sie auch den fellows & friends Netzwerken zu Social Impact und Digitalisierung in Berlin beigetreten. Wie verschiedene Länder mit Digitalisierung umgehen, war von jeher ein roter Faden in ihrer Arbeit.

Mir geht es darum, Brücken zu bauen.

Mittlerweile antizipiert Magdalena neue Welten. Sie nahm am »Economic Forum of Young Leaders« in Polen teil. Das Forum für junge Führungskräfte konzentrierte sich auf die Frage: »In welche Richtung gehen wir«, wenn es um Unternehmertum und Ethik geht. Sie befasst sich mit best practices und interdisziplinären Strategien. »Mir geht es darum, Brücken zu bauen«, sagt sie. Wenn es um Bildung geht, dann »begreife ich mich als Frau der Renaissance.« Die Bücher, die sie liest, bewegen sich ebenfalls im Raum zwischen den Disziplinen – eine weitere Basis um Brücken zu bauen.

« Ionel Androne Dr. Henning Beck »